Eugen von Mazenod
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Oblaten in Deutschland

Dem Verbot der Ordensniederlassungen im deutschen Kaiserreich von 1875 folgte 1880 auch ein Verbot in Frankreich. So fand ein Teil der französischen Oblaten Zuflucht im niederländischen Valkenburg, nahe der deutschen Grenze. Bereits 1885 besuchten etwa 200, meist aus Deutschland kommende Schüler die neu errichtete Missionsschule der Oblaten St. Karl in Holland. Ein Gesetz von 1887 ermöglichte dann etwa zum Zweck der Ausbildung von Missionaren für den Dienst im Ausland, Ordensniederlassungen in Deutschland zu gründen. Durch die Übernahme der Seelsorgetätigkeit an Deutschen in der Kolonie Süd-West-Afrika (Namibia) kam es 1895 zur Gründung der ersten deutschen Niederlassung in Hünfeld. Das war die Geburtsstunde der deutschen Ordensprovinz. Erst 1912 wurde den deutschen Oblaten die Existenz als Ordensleute für das ganze Kaiserreich zuerkannt. Ab 1917 bestand dann die Möglichkeit, sich überall in Deutschland niederzulassen.