Im Bonifatiuskloster haben 45 Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit den Patres und Brüder, von Gründonnerstag bis Ostersonntag die Kar- und Ostertage verbracht. Diese Tage, wurden durch die Feier der Liturgie und verschiedener Workshops für die Teilnehmer zu einem geistigen Erlebnis. So berichtet eine Teilnehmerin: Beim Fusswaschen ist es passiert: Es durchfährt dich plötzlich ein ungeheuer scharfer Blitz, ein noch nie dagewesener Drang nach Gott, nach seiner göttlichen Liebe. Zudem kommt das letzte Abendmahl, welches diesen Drang noch erhöht. Hier wird eines erst richtig bewusst: Gott ist da. Er ist gegenwärtig. Er sieht, fühlt mit uns und versteht uns, mit allen Nöten und Sorgen. Mit dem Karfreitag kommt immer wieder die Frage nach dem Warum. Sie bort sich wie ein spitzer Nagel immer tiefer und tiefer in den Körper, in die Seele hinein. Je länger man dem Leiden Jesu folgt, desto schmerzhafter wird diese Frage. Den Karsamstag ist von Trauer und Vorfreude auf Ostern geprägt. Vorfreude auf die Auferstehung Christi. Schon seit dem aufwachen brennt diese Freude under den Fingernägeln. Dazu mischt sich aber auch eine gewisse Spannung, ja die Frage, wie wird es wohl sein, wenn es soweit ist. Wie wird er uns erscheinen? Und dann beginnt die Osternacht. Das Warten hat sich gelohnt: Christus ist auferstanden. In diesen Augenblicken verspürt man nur noch Freude. Auf einmal löst sich die ganze Spannung und Trauer der/des letzten Tages. Es ist, als ob das Leben mit der Erinnerung an die eigene Taufe nochmal beginnen würde. Man merkt, wie das Leben von neuem in jede noch so kleine Ecke des Körpers fließt und es mit Freude füllt. |