Sternwallfahrt der Oblaten in Österreich Maria Taferl, nach Mariazell der zweitgrößte Wallfahrtsort der Alpenrepublik, war am Sonntag, dem 16. September Schauplatz einer Oblatensternwallfahrt mit Teilnehmern aus Niederösterreich, Wien und Oberösterreich. Das Renovierungsgerüst, das von den zurzeit durchgeführten Umbauarbeiten in der Basilika Zeugnis gibt, konnte dabei zugleich Symbol für die „Umbauarbeiten“ innerhalb des Ordens der Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) in Österreich sein. Schon am 21. Mai dieses Jahres wurde vom Generaloberen des Ordens, in Hünfeld bei Fulda, im ersten großen Oblatenkloster Deutschlands, eine neue „Mitteleuropäische Ordensprovinz“ errichtet und die 165 Patres und Brüder aus Österreich, Deutschland und Tschechien in einer neuen Einheit mit einer gemeinsamen Provinzleitung zusammengeführt. Bereits 1991 hatten die Oblaten mit österreichischer Unterstützung in Tschechien wieder in zwei Niederlassungen Fuß gefasst. Zur Sternwallfahrt und Nachfeier dieses bedeutenden Schrittes einer Eingliederung der Oblaten Österreichs in eine größere Einheit hatten sich der Provinzial der neuen gemeinsamen Ordensprovinz P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI sowie die Provinzvikare P. Gottfried Hofer OMI für Österreich und P. Martin Sedlon OMI für Tschechien am Wallfahrtsort eingefunden. Oblatenpatres und Brüder aus Deutschland und Österreich mit Gläubigen aus den Pfarren Maria Taferl, Gmünd-Neustadt, Steyr-Münichholz und Steyr-Resthof sowie zahlreiche Mitglieder des Marianischen Missionswerkes, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oblaten, Bekannte und Freunde des Ordens füllten mit vielen Tagespilgern die Basilika zum Festgottesdienst. In seiner Predigt hob P. Provinzial Klosterkamp zum Patroziniumsfest der Wallfahrtskirche, dem Gedächtnis der Schmerzen Mariens, unter anderem die bedeutende Rolle der Gottesmutter für unser persönliches und gemeinschaftliches Leben hervor. Sie könne besonders hilfreich sein, im Leben einer Ordensgemeinschaft auch in schwierigen Zeiten die Geduld nicht zu verlieren und immer wieder zur Hoffnung auf einen guten weiteren Weg zurückzukehren. Nach dem feierlichen Gottesdienst, den auch Jugendliche aus Gmünd und dem Dekanat Maria Taferl mitgestaltet hatten, gab es Zeit zur Begegnung am Kirchenplatz. Bei Gulaschsuppe und Würstel, Kaffee und Kuchen konnte unter strahlendem Sonnenschein den Klängen der Blasmusik Sulzbach aus Oberösterreich gelauscht werden. Die anschließende Feierstunde bot Gelegenheit, in einem festlichen Rahmen im großen Pfarrsaal die neue Ordensprovinz den Teilnehmern der Wallfahrt vorzustellen. Ein Rückblick zeichnete die Geschichte der Oblaten seit der Gründung der Österreichischen Ordensprovinz 1947 über den Wiederbeginn 1991 in Tschechien bis in die Gegenwart nach. Mittels einer Bildpräsentation konnten die Niederlassungen und das Wirken der Oblaten in den drei Ländern veranschaulicht werden. In der Diözese St. Pölten sind die Patres Helmut Hofmann als Pfarrer, Engelbert Ferihumer und Gottfried Hofer als Wallfahrtskapläne in Maria Taferl sowie Georg Kaps als Pfarrer in Gmünd-Neustadt tätig. Die Feier fand schließlich mit zuversichtlichen Worten des Provinzials und einem freundlichen Grußwort des Bürgermeisters von Maria Taferl ihren Abschluss. Eine schlichte Dankandacht in der Basilika setzte den Schlusspunkt eines festlichen Tages am „Taferlberg“. Es war ein Tag, der mit der Bitte um Gottes Hilfe und den Schutz der Gottesmutter für die Oblaten in Österreich und ihre Freunde, Bekannten und Förderer zugleich einen Neustart für den gemeinsamen weiteren Weg markieren sollte.

 


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