Eugen von Mazenod
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Do 01 Jan 1970 01:00:00, Niederlahnstein:
90 Jahre Oblaten auf dem Allerheiligenberg
Zum Dank: Festgottesdienst am 11. Oktober 2009 um 9.30 Uhr.

Mit einem Festgottesdienst am 11. Oktober 2009 feiert um 9.30 Uhr die Ordensgemeinschaft der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI) in der Allerheiligenbergkapelle (Niederlahnstein) ihr 90-jähriges Jubiläum an diesem Ort. Am 10. Oktober 1919 zogen die ersten Oblaten auf dem Allerheiligenberg ein und seitdem leben und wirken Patres und Brüder der Gemeinschaft dort in Kapelle und Kloster. Die Festpredigt am 11. Oktober wird der Provinzial der Mitteleuropäischen Ordensprovinz der Oblaten, P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI halten. In demselben Gottesdienst werden drei junge Ordensmänner ihre zeitlichen Gelübde Keuschheit, Armut und Gehorsam erneuern: fr. Thomas Arnold OMI, fr. Jens Weniger OMI und fr. Jens Watteroth OMI. Sie leben zur Zeit im Kloster Allerheiligenberg und absolvieren von dort aus ihr Theologiestudium an der Philosophisch-theologischen Hochschule Vallendar. Ebenso wird P. Stefan Obergfell OMI an diesem Tag in seine zweite Amtszeit als Hausoberer offiziell eingeführt.

Die erste Kapelle auf dem Allerheiligenberg wurde 1671 gebaut, die heutige Kapelle wurde 1901 fertiggestellt. Als die Oblaten 1919 auf den Allerheiligenberg kamen, übernahmen sie die Betreuung der dortigen Wallfahrt, die vor allem deshalb aufblühte, weil der Zugang nach Kamp-Bornhofen durch die französische Besatzungsmacht stark eingeschränkt worden war. Nach deren Abzug verlor jedoch die Wallfahrt auf den Allerheiligenberg schnell wieder an Bedeutung.

Die Oblaten des Klosters Allerheiligenberg widmeten sich in den folgenden Jahren einer der ureigenen Aufgaben des Ordens: der Volks- und Gemeindemission. Zu ebendiesem Zweck war die Gemeinschaft 1816 vom heiligen Eugen von Mazenod in Aix-en-Provence gegründet worden. Die Missionare zogen also vom Allerheiligenberg für viele Jahre vor und nach dem Zweiten Weltkrieg in die Pfarrgemeinden aus, um dort zur Glaubenserneuerung beizutragen. Die Patres betreuten immer auch die Allerheiligenbergkapelle, predigten Exerzitien und übernahmen Aushilfen in der Umgebung. Ein Pater war für die Seelsorge am Herz-Jesu-Heim in Kühr an der Mosel zuständig. Eine Zeitlang hatte auch die Redaktion für das Predigtwerk „Gottes Wort im Kirchenjahr“ ihren Sitz im Kloster auf dem Allerheiligenberg.

1995 gab es einen Neuanfang im Kloster Allerheiligenberg mit drei jungen Mitbrüdern, die sich der Jugend- und Berufungspastoral widmeten. Bereits sieben Jahre später, 2002, fand das Haus wiederum eine neue Aufgabe: Es wurde zum Studienhaus (Scholastikat) der Priesteramtskandidaten der Oblaten. Inzwischen wohnt in den Mauern des Klosters eine internationale Gemeinschaft von neun Mitbrüdern. Die Patres und Fratres kommen aus Deutschland, Indien und Südafrika.

Weitere Informationen:
www.allerheiligenberg.de