Eugen von Mazenod
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Do 24 Nov 2011 18:20:54, Hünfeld (Jugend):
Die Wüste im Advent

„Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.” Im Hünfelder Bonifatiuskloster wird das in diesem Jahr jedoch nicht mit Stall, Tannenbaumwald und traditioneller Krippenatmosphäre einhergehen. Vielmehr finden die Gläubigen das Jesuskind in einem Zelt inmitten einer trostlosen Wüstenlandschaft.

Die ganze Adventszeit wird diese Wüste die Gläubigen in Hünfeld begleiten. Die OMI-Jugendgruppen des Klosters sorgten mit Pater Felix Rehbock OMI für die Ausstattung der Wüstenlandschaft: Der abgestorbene Ast eines Baums symbolisiere Leblosigkeit, Bedrücktheit; zahlreiche Steine die Last, die jeder mit sich herumtrage. Die Wüste, so Pater Felix, gelte allgemein als Symbol für Hoffnungslosigkeit und Ausweglosigkeit. „Dennoch ist sie auch ein Zeichen für Hoffnung. Das Leben siegt auch in der Wüste, denn jeder weiß, dass sie zeitweise blühen kann.” So drehe sich das trostlose Bild der Wüste in eine trostvolle Darstellung des Lebens.

Deutlich wird dies in den kommenden Wochen bereits durch die vier Adventskerzen, die in der Wüstenlandschaft stehen und Sonntag für Sonntag mehr Licht verbreiteten werden. „Es sind die Lichter der Sehnsucht, der Hoffnung, der Freude und der Geduld.” Die Wüste schrecke also nicht nur ab, sie fasziniere auch. In der Trostlosigkeit  der Wüste erfahre man Gott, der mit der Geburt Jesu das hellste Licht in die Wüste geschickt habe. Schon Jesaja hat das Kommen des Herrn mit einer blühenden Wüste verglichen. Und Johannes der Täufer hat aus der Wüste gerufen: „Bereitet den Weg des Herrn.”