Am 30. März 1958 wurde Horst Ueberall im Bonifatiuskloster in Hünfeld zum Priester geweiht. Heute durfte er gemeinsam mit seinen Freunden, Angehörigen und Mitbrüdern sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Die Oblaten waren Horst Ueberall schon von seiner Kindheit an bekannt. Sein Elternhaus stand in der Nachbarschaft des Oblatenklosters in Breslau.
Horst Ueberall entschied sich für die Gemeinschaft der Oblaten, die ihm über viele Jahre hinweg bekannt waren, und trat in das Noviziat in Maria Engelport ein. Nach dem Studium der Theologie und der Philosophie in Hünfeld folgten die Priesterweihe und zwei Kaplansjahre in Schiefbahn.
Im März 1960 nahm Horst Ueberall Abschied von der Heimat und wurde Missionar im heutigen Namibia. Hier wurde sein Talent für Sprachen und für das Schreiben dringend gebraucht. Pater Ueberall übernahm Aufgaben im katholischen Medienwesen der Diözese Windhoek und für die Oblaten im damaligen Südwestafrika.
Nach 24 Jahren Dienst in Afrika kehrt Horst Ueberall nach Deutschland zurück. In der Deutschen Ordensprovinz wurde er Direktor des Marianischen Missionsvereins (MMV) und geistlicher Leiter der Oblatenwallfahrt. Über fünfzig Wallfahrten führte er nach Lourdes, hi nzu kommen mehr als 20 Pilgerreisen nach Fátima.
Heute lebt Pater Ueberall im Oblatenkloster in Mainz und ist als eifriger Seelsorger ein viel gefragter Aushilfspriester in den Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung.
Den Eifer des Jubilars für seinen priesterlichen Dienst hob auch der Festprediger Pater Alfred Schellmann hervor: "Wir haben gerade 'Ich will dir danken von ganzem Herzen' gesungen. Dieses Wort aus dem Psalm 138 hat heute eine besondere Bedeutung. In diesen Dank stimmen wir in diesem Festgottesdienst ein - deine Angehörigen, deine Bekannten, die Mitbrüder.
Im Chorraum steht die brennende Osterkerze. Sie ist das sichtbare Bild für das, was wir heute feiern. Nicht der Mensch, der Jubilar steht im Mittelpunkt, sondern der, der in seiner Auferstehung das Kreuz und alles Leid dieser Welt überwunden hat. Er ist das Licht in dieser Welt, das Orientierung und Hoffnung gibt. Weil da heute jemand unter uns ist, der seit 50 Jahren den Tod und die Auferstehung des Herrn, diese Botschaft der Hoffnung verkündet, deshalb feiern wir diesen Dankgottesdienst." |