Eugen von Mazenod
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Fr 22 Mai 2009 17:14:17, Rom (Mission):
Oblate in Guatemala ermordet

Die meiste Zeit seines Lebens hat sich Pater Lorenzo Rosebaugh für Gewaltlosigkeit und Solidarität mit den Armen eingesetzt. Am 18. Mai 2009 wurde er bei einem Raubüberfall in Guatemala ermordet. Pater Rosebaugh war mit drei anderen Missionaren im Auto zu einem Oblatentreffen unterwegs, als sie von zwei Bewaffneten angegriffen wurden. Pater Rosebough wurde erschossen, ein weiterer Oblate verletzt.

Lorenzo Rosebough, der ursprünglich aus der US-Zentralprovinz stammt, sollte im Juni in die Heimat zurückkehren und in ein Haus für katholische Arbeiter in St. Louis versetzt werden. Während der Beerdigung von Pater Rosebaugh würdigte der Provinzial von Mexico den ermordeten Missionar als Mann, der immer besonders für die Armen und Entrechteten ein offenes Ohr hatte. „Es ist eine grausame Ironie, dass Lorenzo, der immer mit dem Fahrrad fuhr oder zu Fuß ging, um bei den Straßenkindern und Aids-Opfern zu sein, starb, als er in einem Auto unterwegs was“, so Pater Provinzial Vincente Louwagie.

In der Tat gibt es nur wenige Menschen, die die Verpflichtung, den Armen beizustehen so tief und öffentlich wie Lorenzo gelebt haben. Als junger Priester demonstrierte er gegen den Vietnamkrieg, das Wettrüsten und die Verwicklungen der US-Geheimdienste in Lateinamerika. Mehrmals musste er deshalb ins Gefängnis. Er identifizierte sich ganz mit den Obdachlosen, nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Brasilien. Er schlief manchmal mit ihnen unter Brücken oder begleitete sie bei der Suche nach weggeworfenen Lebensmitteln. Dabei wurde er verhaftet und inhaftiert. Als die Oblaten ihn schließlich fanden, setzte sich der damalige Erzbischof von Recife, Dom Helder Camara für seine Freilassung ein. Später arbeitete der Oblatenmissionar mit Landarbeitern in El Salvador und bei den Armen in Guatemala. Kein Hindernis und keine Schwierigkeit konnte Lorenzo Rosebaugh OMI davon abhalten, sich für die Armen einzusetzen. Als Priester und Missionar war er solidarisch mit ihnen bis zum Schluss. Am 20. Mai 2009 wurde er in Guatemalstadt beigesetzt. R.I.P.