Eugen von Mazenod
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Mo 21 Mai 2007 19:33:23, Hünfeld (International):
Oblaten gründen Mitteleuropäische Provinz

Ein historischer Tag für die die Oblaten in Deutschland, Österreich und Tschechien
Gründung der Mitteleuropäischen Ordensprovinz der Oblaten M.I.

Für die Oblaten in Deutschland, Österreich und Tschechien wird der 21. Mai 2007 als besonderer Tag in die Geschichte eingehen. Er ist ein Tag des Aufbruchs und Neubeginns. Die Deutsche Ordensprovinz und die Generaldelegatur Österreich-Tschechien wurden zur Mitteleuropäischen Ordensprovinz vereint. In dieser neuen Oblateneinheit müsse, so betonte der erste Provinzial der Mitteleuropäischen Provinz, Pater Dr. Thomas Klosterkamp, jeder einzelne Oblate mitwirken, damit es ein gelungener Neubeginn werden könne. Nur im Zusammenspiel aller Kräfte und vor allem in der Rückversicherung im eigenen spirituellen Leben könne dieser Schritt gelingen.
Pater Wilhelm Steckling OMI, der Generalobere der Oblaten betonte in seiner Predigt, wie wichtig eine gemeinsame Zielvorstellung für eine Gemeinschaft sei. Das würde schon deutlich, wenn man sich frage, warum es die Oblaten eigentlich gäbe. Historisch sei das klar auszumachen, weil Eugen von Mazenod sie 1816 gegründet und Papst Leo XII. sie 1826 bestätigt habe. Es ginge bei der Frage aber um mehr. Die Oblaten existieren „nicht aus der Vergangenheit heraus, sondern für etwas, für eine Missionsaufgabe, die weiterhin vor ihnen liegt.“ Nur deswegen, machte der Generalobere deutlich, habe die Gemeinschaft die Zeiten überdauert und existiere bis heute.
„Wie sieht das bei den Oblaten aus? Besonders bei denen von Deutschland, Österreich und Tschechien?“, fragt der Obere aller Oblatenmissionare weiter. Auch bei der Errichtung der neuen Mitteleuropäischen Provinz und der Einsetzung ihres ersten Provinzials gelte es die Frage zu stellen: Lebt man nur aus der Vergangenheit oder vor allem auf Zukunft hin?
Über die Ziele der Oblaten, so Pater General, habe der heilige Eugen keinen Zweifel gelassen: „Haben wir für immer eine richtige Vorstellung von dieser hohen Berufung! ... Das Ziel unseres Instituts ist dasselbe, das der Sohn Gottes vor Augen hatte, als er auf die Erde kam. Die Ehre seines himmlischen Vaters und das Heil der Seelen. ... Er wurde vor allem geschickt, um den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden, evangelizare pauperibus misit me.“ (Eugen von Mazenod, Exerzitien 1831, Vol 15).
Darf man das Ziel einer Gemeinschaft so hoch ansetzen? Dieser Frage geht der Generalobere in seiner Predigt nach. Mit der Errichtung der neuen Provinz bestehe die Möglichkeit eines Neuanfangs, wenn alle begeistert seien von dem gemeinsamen Ziel. „Wird das möglich sein? Werden wir die Kräfte haben?“ Diese Fragen, so Pater Steckling, könne man nicht im Voraus beantworten, das könne man nur versuchen.
Um auf das Ziel hin, auf Zukunft hin zu leben und zu wirken, seien vor allem zwei Dinge wichtig, so Pater General. „Sammeln wir uns wieder mehr um Christus. Wenn `das Ziel unseres Instituts dasselbe ist, das der Sohn Gottes vor Augen hatte, als er auf die Erde kam’, dann müssen wir uns bei Ihm immer wieder dieses Zieles vergewissern.“ Besonders zu erwähnen sei hier auch die Feier und Verehrung der heiligen Eucharistie, wie es Papst Benedikt betone: "Je lebendiger im Herzen des christlichen Volkes die Liebe zur Eucharistie ist, desto deutlicher wird ihm der Auftrag der Mission: Christus zu bringen. Nicht nur eine Idee oder eine an ihm orientierte Ethik, sondern das Geschenk seiner Person selbst." ( Sacr Car 86).
Der zweite wichtige Punkt sei: „Haben wir keine Angst vor schwierigen Missionen“. Seien es früher die Eismission im Norden Kanadas, die Wüste Namibias oder die grüne Hölle des Chacos in Paraguay gewesen, die die Missionare bis ans Äußerste gefordert hätten, so seien es nun die Jugendarbeit und die Seelsorge in der modernen oder nachmodernen Kultur der drei Länder der Mitteleuropäischen Ordensprovinz. Wenn sich die Struktur auch ändere und die Arbeitsfelder sich wandeln: „Das Ziel unseres Instituts ist dasselbe, das der Sohn Gottes vor Augen hatte, als er auf die Erde kam. Die Ehre seines himmlischen Vaters und das Heil der Seelen. ... Er wurde vor allem geschickt, um den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden, evangelizare pauperibus misit me.“

 


Die Provinzleitung der Mitteleuropäischen Ordemsprovinz der Oblaten M.I.

(v.l.n.r.) Pater Martin Sedlon, Bruder Hans-Bruno Hubig, Pater Karl-Heinz Vogt, Pater Andreas Hohn, Pater Provinzial Thomas Klosterkamp, Pater Stefan Obergfell, Pater Gottfried Hofer.