Talente für Paraguay
Ein ungewöhnliches Projekt des Gymnasiums Mariengarden
Kollekte einmal anders! Die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Mariengarden staunten nicht schlecht, als jeder Einzelne im Schulgottesdienst zum Fest des Hl. Eugen von Mazenod einen Fünf-Euro-Schein in die Hand gedrückt bekam. Für gewöhnlich wird in der Kirche Geld gesammelt. In Burlo ist es nun einmal umgekehrt. Bis zu den Sommerferien sollen die Schüler ihre „Talente“ einsetzen , um aus den fünf Euro etwas zu machen. „Jeder hat eine Fähigkeit, aus der sich etwas machen lässt. Lasst euch etwas einfallen!“, ermutigte Pater Felix die Schülerinnen und Schüler von Mariengarden.
Bis zu den Sommerferien sollen „Beschenkten“ ihre Begabungen einsetzen und die fünf Euro vermehren. Das erwirtschaftete Geld wird für das Jahresprojekt, die Unterstützung eines armen Indianerdorfes in Paraguay, verwendet. Dieses Projekt wir unter anderem in Mittelpunkt der Religiösen Schulwoche zum Thema „Mission“ im September stehen. Zeitgleich läuft die „Talente-Aktion“ bei der OMI-Jugend, der Jugendorganisation der Oblaten, in Hünfeld und Mainz an.
Für die Schüler und Lehrer kommt es nun darauf an, ihre Talente kreativ einzusetzen. Erste Ideen waren schnell geboren. „Wir könnten mit selbstgemachtem Eis oder Kuchen an den Start gehen“, überlegten spontan zwei Schülerinnen. Andere wollen auf ihr handwerkliches Geschick setzen und Selbstgebasteltes anbieten, weitere planen den Ankauf von CD-Rohlingen, um ihr musisches Talent auf diese CDs und diese dann an dem Mann zu bringen.
„Sicherlich kann man mit etwas Phantasie und guten Ideen auch mit nur 5 Euro Startkapital einiges Geld gegen die Armut des Indianervolk erwirtschaften. Aber das ist nur die eine Seite der Aktion“, betont P. Felix den doppelten Charakter. Rendite sei nämlich nicht alles. „Der wirkliche Gewinn der Talente-Aktion wird nicht in der Geldvermehrung liegen“, erklärt er: „Die Talent - Aktion kann zum einen ein guter inhaltlicher Startschuss zur Rel. Schulwoche sein: es wäre schließlich toll, wenn es gelingt Menschen zu motivieren, sich uneigennützig für Eine-Welt-Projekte zu engagieren. Es kann aber ebenso einen enormen Schub für das Miteinander an der Schule geben. Das ist nicht in Euro aufzuwiegen!“

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