Paraguay
Die Übernahme der Mission in Paraguayischen Chaco durch deutsche Oblaten stellt seit 1925 eine große Herausforderung dar. Erst nach vielen Jahren wurde die ersten Indígenas getauft. Die Oblaten haben sich vor allem der Beseitigung ungerechter sozialer Strukturen durch Ausbeutung und Vertreibungen gewidmet. Das 1950 errichtete Vikariat Pilkomayo mit seinen 125.000 qkm umfasst heute fast 30% von ganz Paraguay. Von den 5 Millionen Einwohnern Paraguays leben hier aber nur rund 70.000 Menschen, von denen 36.000 Indígenas sind. Von den etwa 35.000 Katholiken stellen die Indigenas die größte Gruppe.
"Wer einem Volk dienen will, muss von diesem Volk lernen. Er muss den kulturellen und religiösen Reichtum achten. Man wird erfahren: Die Geschichte eines Volkes fängt nicht erst mit Kolumbus an und auch nicht mit der Ankunft der ersten Missionare, Lehrer, Ärzte oder Händler" (Bischof Lucio Alfert OMI).